 |
 |
 |
 |
SBB E 3/3 8485
Allgemeines zum Typ E 3/3
1896 bestellte die Schweizerische Centralbahn (SCB) bei der Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik (SLM) zehn Stück einer weiter entwickelten dreiachsigen Rangierlokomotive. Da die neue Lok ihren Dienst zur Zufriedenheit leistete, wurden bis zur Verstaatlichung im Jahre 1902 total 25 Maschinen dieses Typs in Dienst gestellt. Drei weitere noch durch die SCB bestellte Loks wurden 1902 direkt an die SBB geliefert. Im Gegensatz zu den bisherigen SCB E 3/3 wiesen die drei ein Führerhaus auf wie es 1901 bei zehn fast baugleichen an die Jura-Simplon Bahn (J-S) gelieferten E 3/3 gebaut worden war.
Da der Mangel an leistungsfähigen Rangierloks gross war, liess die SBB bereits 1903 eine erste Serie E 3/3 bauen, acht weitere folgten. Die ersten von der SBB bestellten E 3/3, die vom Personal den Übernahmen Tiger oder Tigerli erhielten, unterschieden sich äusserlich praktisch nur durch ein anderes Führerhaus von den ehemaligen "Privatbahnlokomotiven". Während der gesamten Bauzeit welche sich bis 1915 erstreckte, flossen aber nach und nach diverse Änderungen und Verbesserungen ein. So wurde der Radstand ab Nummer 8480 von ehemals 3120 mm auf 3320 mm vergrössert. Die bekannte vordere Rangierplattform wurde bei E 3/3 8486 zum ersten Mal angebracht und später bei allen bereits im Dienst stehenden Loks dieses Typs nachträglich montiert. Einige der E 3/3 erhielten sogar Geschwindigkeitsmesser und durften deshalb im Streckendienst mit 50 km/h eingesetzt werden.
Die bei der HEG erhaltene Lok 8485 wurde 1907 bei der Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik (SLM) in Winterthur bestellt und 1908 in Dienst gestellt. Sie ist die letzte SBB E 3/3 die ohne Rangierplattform gebaut wurde. Ihren Dienst leistete sie zuerst im ehemaligen Kreis II, wo sie von mindestens 1925 bis mindestens 1935 dem Depot Basel zugeteilt war. In einer Statistik des Kreis II von 1939 war Lok 8485 hingegen nicht mehr aufgeführt. In welchen Kreis sie verschoben wurde ist zurzeit leider nicht bekannt. Ebenso wenig ist uns bekannt, wo die Lok bis 1960 eingesetzt war. Gesichert hingegen ist die Angabe, dass Lok 8485 von 1960 - 1963 dem Depot Rorschach zugeteilt war und zumindest 1961 teilweise in Buchs (SG) eingesetzt wurde. Ende 1963 erfolgte die Ausrangierung und der Verkauf an die HOVAG in Ems. Als Werklok No. 3 leistete sie bis Mitte 1972 ihren Dienst bei den Emser Werken und wurde nach der Ablieferung der Dieselloks als Reservelok abgestellt. Nach dem Kauf durch einen Privaten, gelangte die Lok im Juni 1974 zuerst zur Radsatzbehandlung nach Zürich und wurde im August zur Revision in die Region Basel verschoben. Von 1977 - 1980 zog sie zusammen mit einer T 3 die Dampfzüge der Eurovapor auf der Wutachtalbahn die unter dem Namen Sauschwänzlebahn bekannt wurde. Da die E 3/3 aber für den Dienst mit den immer schwerer und länger werdenden Zügen nicht ideal war, wurde sie ab 1981 in der alten Nordostbahn Remise in Koblenz abgestellt. 2002 konnte die Lok von der HEG übernommen und nach Delemont transportiert werden.
Technische Daten
Fotos
zurück zur Uebersicht
|
|